| PANIK-WECHSEL- SCHLOSS | Panik-Wechselschlösser erlauben den Einsatz von Wechsel- garnituren (Drücker/Knauf). Wird dann bei übergeschlossenem Riegel der Türdrücker betätigt, werden Falle UND Riegel zurückgezogen - die Tür kann dann also immer begangen werden. Von der anderen Seite (Knaufseite) kann die Tür mit Hilfe der Wechselfunktion über den Profilzylinder geöffnet werden. PANIK-SCHLOSS MIT | GETEILTER NUSS Im Unterschied zum Panik-Wechselschloß besitzt diese | Schloßart eine sogenannte geteilte Nuß. Beim Einsatz einer Drückergarnitur mit geteiltem Vierkant (beide Vierkanthälften sind unabhängig voneinander betätigbar) ist die Panik- Funktion bei diesem Schloß nur auf der einen der beiden Drückerseiten verfügbar. Im Normalfall sind die Schlösser mit der Panikfunktion auf der Bandgegenseite der Tür ausgestattet. Falls eine Tür entgegen der Fluchtrichtung aufschlägt, muß dieses bei der Bestellung unbedingt vermerkt werden...
PROFILZYLINDER
| Wird oft auch als PZ abgekürzt. | Profilzylinder sind die gängigen Schließeinsätze bei Schlössern. Der Profilzylinder hat den früher gängigen Buntbart in den Schlössern verdrängt und wird technisch stets weiterentwickelt. Das geht bis zum elektronisch gesteuerten und geschalteten Profilzylinder. Knauf-Profilzylinder besitzen einseitig anstelle eines Schlüssesschlitzes einen fest installierten drehbaren Knauf, der wie ein nicht abzuziehender Schlüssel zu bedienen ist. Profilzylinder mit Gefahren-Funktion erlauben die Bedienung des Profilzylinders auch dann, wenn von der anderen Seite bereits ein Schlüssel steckt. Schließanlagen von Profilzylindern mit Sicherungs- karte verhindern, daß ohne die Vorlage der Karte weitere Nachschlüssel angefertigt werden können. Profilzylinder gibt es in verschiedenen Längen, die Längen werden stets ab Mitte Befestigungsgewinde (M5) bemaßt, das kleinste Maß ist 27mm, dann geht es ab 30(31)mm in 5mm-Schritten aufwärts. Halbzylinder sind nur nach einer Seite hin ausgeführte Profilzylinder. ![]()
RADIALDÄMPFER
| Das sind hydraulische Dämpfungseinrichtungen, | die bei selbstzulaufenden Schiebetoren eingesetzt werden, damit die Schiebetore nicht mit unkontrollierter Macht (und damit gesundheits- und materialgefährdend) zufallen.
RAUCHMELDER
| Rauchmelder (in zugelassener Ausführung) werden | im Zuge von Rauchmeldeanlagen (s.u.) eingesetzt, um einen Brandfall zu detektieren und zu melden. Die heute gängigen Rauchmelder funktionieren auf optoelektronischer Basis und sind mit Wärmemeldern kombiniert. Für besonders staubgefährdete Einsatzgebiete können auch spezielle Temperaturmelder eingesetzt werden. Rauchmelder gibt es auch in Ex-geschützter Ausführung.
RAUCHMELDEANLAGEN
| Ein System von jeweils zugelassenen Komponenten, das im Ganzen | für eine sachgerechte Auslösung eines Brandschutzabschlusses sorgt. RAUCHSCHUTZ
| Der Begriff der Rauchschutztür ist in Deutschland derzeit (noch) | durch die DIN 18095 definiert. Danach müssen Rauchschutztüren genau wie Brandschutztüren vollständig selbstschließend sein und umlaufend die Bauöffnung abdichten. Im Fußpunktbereich erfolgt das zumeist durch absenkbare Boden- dichtungen im Türblatt, alternativ aber auch eher selten durch Magnetdichtungen oder durch Auflaufschwellen. Nach dieser DIN zugelassene Schiebetore als Rauchschutztore sind bis jetzt noch nicht auf dem deutschen Markt erhältlich. RETTUNGSWEGE
| Siehe Fluchtwege.
| RIEGEL
| Als Riegel wird jener Teil des Schlosses bezeichnet, der durch | das überschließen mit dem Schlüssel ausfährt und die Tür verriegelt. Riegel können in vielfältiger Form und Ausführung in Schlössern vorkommen, auch gibt es selbstverriegelnde Schlösser, die beim Schließen der Tür ausgelöst durch eine Hilfsfalle im Schloß mit Hilfe einer vorgespannten Feder immer ausfahren.
RIEGELSCHALTKONTAKT
| Der Riegelschaltkontakt (RSK) ist ein im Schließblechbereich | eingesetzter Mikroschalter, mit dessen Hilfe überprüft werden kann, ob eine Tür verriegelt worden ist oder nicht. Bei ausgefahrenen Riegel schiebt dieser einen verlängerten Hebel des Kontaktarms und bringt den RSK so zum Schalten.
ROLLENFALLEN- | SCHLOSS Eine Rollenfalle ist eine Schloßfalle, die in Form einer runden | und drehbaren Falle federnd gelagert ist. Eine mit einer Rollenfalle ausgerüstete Tür läßt sich daher auch im geschlossenen Zustand immer wieder mit leichtem Kraftaufwand auf- drücken. Das ist z.B. bei Pendeltüren erwünscht.
ROLLENSCHLIESS- | RIEGEL Dieser verwirrende Begriff bezeichnet das, was andere | einfacher als Schubriegel bezeichnen. Das ist nichts anderes als ein angewinkeltes Flacheisen, das auf einer Unterkonstruktion gehalten nach vorn oder nach hinten geschoben werden kann. Ein solcher Riegel (zum Beispiel oft an Gefängnistüren eingesetzt) kann einen einfachen aber robusten Verriegelungseffekt erzielen.
ROSETTEN
| ist der Begriff für Türbeschläge, die entweder Schließzylinder- | löcher abdecken, oder die Lagerung für Türdrücker oder Türknöpfe darstellen. Rosetten können rund, oval oder auch rechteckig ausgeführt sein. Es gibt Unmengen von Varianten und Ausführungen.
SCHALL-EX
| ist der eher volkstümliche (aber umso gebräuchlichere) Begriff | für eine absenkbare Bodendichtung. (Beschreibung siehe dort) SCHIEBETOR
| Der Name ist Programm! | Ein (oder zwei) Torblatt, das hängend oder laufend gelagert zur Seite geschoben werden kann, um die vorhandene öffnung freizugeben. Das können Gartentore, Halleneinfahrtstore oder auch Brandschutztore sein. Handelt es sich um besonders kleine öffnungen, so wird auch der Begriff der Schiebetür oder auch der Schiebeklappe verwendet. SCHILD
| ...ist die Bezeichnung der Abdeckungen bei Türdrückern | auf der Türblattoberfläche. Es gibt hier Kurzschild, Langschild, Rund- und Ovalrosettengarnituren. SCHALL-EX
| siehe absenkbare Bodendichtung
| SCHLIESSFOLGEREGLER
| So nennt man mechanische Einrichtungen an zweiflügeligen | Türen, die gewährleisten, daß bei der Selbst- schließung der Türblätter zuerst der Standflügel und dann erst der Gehflügel zufallen, damit die Tür nicht verklemmt. Jede zweiflügelige Feuerschutz- oder Rauchschutztür muß mit einem Schließfolgeregler ausgerüstet sein. Schließfolgeregler können entweder als eigene Beschlagselemente auf der Bandseite über der Türmitte angebracht sein oder aber in moderneren Türschließersystemen in den Gleitschienen integriert sein. SCHLOSS
| Das Schloß ist eines der wesentlichsten Beschlagsteile einer | Tür. Es sorgt einerseits mit seiner Falle (falls vorhanden) für ein Einschnappen der Tür in der Zarge und andererseits ermöglicht der Riegel (falls vorhanden) ein Verriegeln der Tür. Fallenschlösser besitzen nur eine Falle. Riegelschlösser besitzen nur einen Riegel. Fallen-Riegel-Schlösser besitzen sowohl Falle als auch Riegel. Rollenfallenschlösser besitzen eine Sonderfalle (siehe oben) Im Normalfall werden Schlösser bezüglich der Höhe so eingebaut, daß die Achse der Nuß (siehe oben) auf einer Höhe von 1050 mm, gemessen ab OKF (Oberkante Fertigfußboden), liegt. Dieses Maß ist in Deutschland so genormt. SCHNAPPRIEGEL
| Der Schnappriegel ist ein häufig eingesetzter Verriegelungs- | mechanismus für die Standflügel von zweiflügeligen Feuerschutz- türen. Er wirkt vom Prinzip wie die Falle eines Schlosses. Der Name Schnapp"riegel" ist daher irreführend. Im eingebautem Zustand wirkt die Falle des Schnappriegels nach oben in die Zarge verriegelnd. Schnappriegel haben sich in der Praxis als sehr robust und haltbar bewiesen.
SCHUBRIEGEL
| siehe Rollenschließriegel
| SCHWENKTREIBRIEGEL
| Schwenktreibriegel werden meistens für die Verriegelung von | Standflügeln an zweiflügeligen Türanlagen eingesetzt. Der Schwenktreibriegel muß manuell um 180° geschwenkt werden, um ein im Türblatt innenliegendes Gestänge (meist Rundeisen ø10mm) nach oben und unten zu verriegeln. Schwenktreibriegel besitzen meistens den wohlbekannten "grünen Pfeil", der die Richtung anzeigt, in die der Griff geschwenkt werden muß, um die Tür zu öffnen. Da Schwenktreibriegel nicht selbstverriegelnd sind können sie auch nicht für selbstschließende Türen eingesetzt werden!
SICHERUNGSZAPFEN
| Um Türblätter vor ungewünschtem Aushebeln oder Auswerfen | zu sichern, werden im Türkasten auf der Seite der Türbänder seitlich ein oder mehrere Sicherungszapfen eingeschraubt, die ebendas verhindern. Sicherungszapfen werden daher sowohl bei Brandschutztüren als auch bei Sicherheitstüren eingesetzt. In unserem Hause verwenden wir nur die sehr schwere Ausführung mit einem Durchmesser von 14 mm (siehe Bild).
SPERRELEMENT
| Diese Bauelemente werden in immer häuiger werdenden Umfang | bei Türen im Zusammenhang mit alarmanlagengesicherten Zonen eingesetzt. Wird so z.B. über ein Blockschloß oder ein externes Schalt- schloß eine Alarmanlage scharfgeschaltet, so muß gewährleistet werden, daß die damit überwachte Sicherheitszone nicht aus versehen durch einen anderen Türzugang betreten werden kann. Dazu wir in die betroffenen Türen ein Sperrelement eingesetzt, welches im scharfgeschalteten Zustand einen Riegelbolzen aus- fährt und damit ein öffnen der Tür verhindert. Sperrelemente werden zuallermeist in der Türzarge eingebaut, am häufigsten wir das Modell 019030 von effeff (Bild) verwendet. Diese Elemente sind nicht zugelassen in Feuerschutztüren!
STULP
| Als Stulp wird jenes "Flacheisen" eines Schlosses bezeichnet, | durch das die Schraubbefestigung des Schlosses erfolgt. Man unterscheidet zwischen eckigen oder abgerundeten Stulpen. Gängige Stulpbreiten liegen bei 20, 24 oder 30 mm, geläufige Stulp- längen sind 170 oder 235 mm. Flachstulpe sind aus Flacheisen, meist 3mm stark, gefertigt. Profilstulpe dagegen aus geformten Profilen, z.B. U-Profile, was für den Einsatz in gewissen Profilrahmenkonstruktionen vorteilhaft ist.
STULPKANTEN- | RIEGEL Eine weitere Möglichkeit, um den Standflügel einer zwei- | flügeligen Tür festzustellen. Auch der Stulpkantenriegel verriegelt wie der Schwenktreibriegel mit einem innenliegenden Rundgestänge nach oben und unten. Im Unterschied dazu liegt der Stulpkantenriegel bei geschlossenen Türflügeln im Mittelfalzbereich des Standflügels verdeckt, somit ist ein gewolltes oder ungewolltes öffnen des Standflügels bei geschlossener Türanlage nicht möglich. Auch der Stulpkantenriegel ist nicht selbstverriegelnd und daher nicht bei Feuer- oder Rauchschutztüren einsetzbar.
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